Befristung im Arbeitsrecht

Befristete Arbeitsverhältnisse sind zulässig. Allerdings lässt das Gesetz Befristungen im Arbeitsrecht nicht unbegrenzt zu. Die Befristung eines Arbeitsvertrages ohne einen sachlichen Grund ist nur für maximal zwei Jahre zulässig. Voraussetzung ist, dass vorher noch nie ein Arbeitsverhältnis zu dem Arbeitgeber bestanden hat. Azubis können nach Abschluss der Ausbildung befristet eingestellt werden. Bis zu dieser Gesamtdauer darf ein befristetes Arbeitsverhältnis dreimal verlängert werden, d.h. es können insgesamt 4 befristete Arbeitsverhältnisse hintereinander abgeschlossen werden, wenn insgesamt 2 Jahre nicht überschritten werden.

Daneben besteht die Möglichkeit der Befristung des Arbeitsvertrages mit sachlichem Grund. Sachliche Gründe sind beispielsweise ein vorübergehender Bedarf an Arbeitskräften und die Vertretung eines anderen Arbeitnehmers, beispielsweise während einer längeren Krankheit oder der Elternzeit. Auch die Vergütung aus öffentlichen Haushaltsmitteln stellt einen Befristungsgrund dar. Derartige Befristungen unterliegen den vorgenannten Beschränkungen nicht, so dass bei Vorliegen eines sachlichen Grundes beliebig viele Befristungen aneinander gereiht werden können.

Zu beachten ist, dass die Befristung eines Arbeitsverhältnisses  immer schriftlich vereinbart werden muss und zwar vor dem Arbeitsbeginn! Wird die Befristung zunächst nur mündlich vereinbart, sodann durch den Arbeitnehmer die Arbeit aufgenommen und erst im Anschluss der schriftliche Arbeitsvertrag abgeschlossen, so ist die Befristung unwirksam und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zustande gekommen.

Grundsätzlich endet ein befristetes Arbeitsverhältnis automatisch mit Fristablauf. Allerdings besteht auch während des laufenden befristeten Arbeitsverhältnisses die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung. Dagegen ist die ordentliche Kündigung grundsätzlich ausgeschlossen, wenn diese Möglichkeit nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Dies ist insbesondere bei der Vereinbarung von langen Befristungen  zu beachten.

Bitte beachten Sie:
Wenn Sie eine Befristung des Arbeitsvertrages für unzulässig halten, dann ist spätestens drei Wochen nach dem Ablauf der Befristung Klage beim Arbeitsgericht zu erheben. Diese Frist ist zwingend einzuhalten; eine nachträgliche Zulassung kommt nur in wenigen Ausnahmefällen in Betracht.