Kündigung und Kündigungsschutzklage im Arbeitsrecht

Die Kündigung des Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ist die am häufigsten genutzte Möglichkeit zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Zu unterscheiden sind die fristgemäße ("ordentliche") und die fristlose ("außerordentliche") Kündigung. Wichtig ist stets, dass die Kündigung in schriftlicher Form erfolgen muss. Unzureichend und daher nicht wirksam ist eine mündliche Kündigung ebenso, wie eine Kündigung per Fax, Email, SMS oder in sonstiger elektronischer Form.

Wir prüfen für Sie, ob

  • eine ordnungsgemäße Kündigung zugegangen ist
  • Form- und Fristvorschriften eingehalten worden sind
  • das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) Anwendung findet
  • Beteiligungsrechte des Betriebsrats beachtet worden sind (vgl. § 102 Abs. 1 BetrVG)
  • Sonderrechte eine Rolle spielen, z.B. das Mutterschutzgesetz (MuSchG) oder besondere Rechte von Schwerbehinderten (SGB IX)
  • ein "wichtiger Grund" für eine fristlose Kündigung i.S.d. § 626 BGB gegeben ist
  • ein Weiterbeschäftigungsanspruch besteht.

Der gekündigte Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, sich vor dem Arbeitsgericht mit einer Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung zu wehren. Wenn Sie eine Kündigung von Ihrem Arbeitgeber erhalten haben, dann ist es nach § 4 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) unerlässlich, so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt zu konsultieren, da die Zeit läuft:

Innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung muss Klage beim zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden, wenn Sie gegen diese Kündigung vorgehen möchten!

Sie sollten unter allen Umständen vermeiden Ihre Rechtsverteidigungsmöglichkeit nur wegen einer nicht beachteten Frist zu verlieren. Wenden Sie sich bei Erhalt einer Kündigung daher schnellstmöglich an uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter und leiten die notwendigen Schritte für Sie in die Wege.